|
Die
Extrakte des Johanniskrautes bewähren sich bei leichten und
mittelschweren Depressionen.
Die
Wissenschaft widmete sich im 20. Jahrhundert beinahe ausschliesslich der
Erforschung von synthetischen Arzneimitteln und vernachlässigte die
Beachtung der Heilstoffe aus der Natur. Erst seit kurzem sind durch das
wachsende Interesse in der breiten Bevölkerung zur Naturheilkunde
wissenschaftliche Untersuchungen mit Heilpflanzen durchgeführt worden,
deren Resultate geradezu aufhorchen lassen. Mittlerweile besitzt die
Arzneipflanze Johanniskraut aufgrund des nachgewiesenen Wirkungsprofils
einen uneingeschränkten Stellenwert in der modernen medizinischen
Versorgung. Sofern die Erforschung der Pflanzenwelt in gleicher Intensität
weitergeführt wird, werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten neue
biologische Medikamente auf den Markt kommen, welche viele
nebenwirkungs-trächtige Allopathika als Alternative ersetzen dürften.
Johanniskraut
vertreibt Trübsal
Bis
vor wenigen Jahren hätte wohl kaum ein Schulmediziner bei der
Behandlung von depressiven Zuständen auf Johanniskraut-Präparate
gesetzt. Seit jedoch in zahlreichen Studien ihre Wirksamkeit und
Sicherheit dokumentiert werden konnten, ist die Nachfrage nach dem natürlichen
Trübsalkiller selbst in medizinischen Kreisen von Jahr zu Jahr
gestiegen. Johanniskrautextrakte als sogenannte „Sonnenbrille für das
Gemüt“ sollen bereits die synthetischen Antidepressiva überflügelt
haben.
Wissenschaftliche
Auswertungen belegten, dass Johanniskraut in 60 – 70% der untersuchten
Fälle antidepressiv wirkt. Damit liegt die Erfolgsrate in der gleichen
Grössenordnung wie bei den klassischen, synthetischen Antidepressiva.
Der Wirkungseintritt konnte im Allgemeinen nach 2 Wochen verzeichnet
werden, und bei einer 6 Wochen dauernden Behandlung erhöht sich die
Wirksamkeit. Befindlichkeitsstörungen, wie Konzentrationsschwäche,
Niedergeschlagenheit, Antriebshemmung, Schlafbeschwerden und Müdigkeit,
welche bei psychischen Erkrankungen gleichbe-deutend im Vordergrund
stehen, wurden ebenfalls durch eine Johanniskraut-behandlung signifikant
vermindert. Ausserdem konnte nachgewiesen werden, dass Johanniskrautpräparate
eine deutlich bessere Verträglichkeit als konventionelle chemische
Mittel besitzen. Eine Behandlung wirkt antidepressiv bei
psycho-vegetativen Störungen, schwermütiger Verstimmung leichten und
mittelschweren Grades, nervöser Unruhe und Angstzuständen.
Die Einnahme von
Johanniskraut sorgt für inneren Ausgleich, führt zur Besserung des
allgemeinen Wohlbefindens, harmonisiert die nervliche Belastung, bringt
gute Laune, wirkt stimmungsaufhellend, beruhigend und stärkend.
Bei
der Wirksamkeit von Johanniskraut spielt nicht die Menge des Extraktes
die entscheidende Rolle, sondern die hohe Qualität des
Ausgangsmaterials. Dabei gibt es eklatante Unterschiede. Verwendet man
Arzneipflanzen aus südlichen Regionen mit hoher Lichteinwirkung, sind
gar keine zu hohen Quantitäten erforderlich. Ausserdem eignen sich
naturbelassene Johanniskrautarzneien, d.h. Präparate ohne technische
Verarbeitung wie Frischpflanzentropfen, besser für die Behandlung als hochdosierte Extrakte wie Dragees oder Kapseln.
Sonnenkönig
im Pflanzenreich
Das
Johanniskraut, durchdrungen von den Strahlen der Sonne, leuchtet uns im
Sommer an sonnigen Weg- und Waldrändern, in trockenen Wiesen und auf
Bergmatten entgegen.
Quelle:
Bruno Vonarburg (Chrüteregge)
|