Lisa's Erfahrungsbericht
Meine Motivation, um mit Drogen aufzuhören Nachdem ich mich nach einer Überdosis Heroin beinahe umgebracht hatte, merkte ich, wie respektlos ich mein Leben behandelte. Ich sah auch, wie gefährlich die Drogen wirklich sind. Die Abhängigkeit machte mich zu einer Gefangenen, dabei wollte ich mich doch eigentlich frei fühlen, frei von Verantwortung, Gesellschaftszwängen und Moral, dies mit Hilfe der Drogen. Dank der Hilfe eines Freundes sah ich die Freiheit in der Selbstbestimmung meines Lebens wieder. So entschloss ich mich, mich nicht mehr langsam in Raten umzubringen, sondern gegen die körperliche Abhängigkeit zu kämpfen und wieder eine aktive Rolle in meinem Leben zu entwickeln. Ich erinnerte mich, wie ich als Kind Freude an der Natur und ihren kleinen Wundern hatte. So führte mich mein Weg nach meinem physischen Entzug zur Medizinfrau und Kriya-Yoga Lehrerin Agnes Nuscha Lanz ins Centro Cristallo, wo ich seit 1991 in schamanischem arbeiten in Ausbildung bin. Dank dem, was ich bei Nuscha und in der Ausbildungsgruppe lernen darf und kann, komme ich mir selber immer näher und lerne, im wiedergefunden Kontakt mit der Natur auch phsychisch meiner ehemaligen Drogensucht Herr zu werden und wieder Boden unter den Füssen zu haben. Ich versuche, immer besser meinem Herzen Gehör zu schenken und zu befolgen, was mein innerer Lehrer, meine Intuition, mir mitzuteilen hat, weil ich fühle, dass dies der Weg in die ersehnte Freiheit und zur Lösung aller Probleme ist. Diese Ausbildung ist kein Wochenend-Seminar, nach welchem man mit praktischen Tips nach Haus geht, um z. Bsp. andere Leute zu heilen, sondern sie fördert eine Lebenshaltung, ein fortwährendes Studium, welches sich im alltäglichen Leben umsetzen lässt und für andere Menschen auf ganz natürliche Weise auch spürbar wird. Da mein Mann ebenfalls bei Nuscha in Ausbildung ist, erleben wir eine Bereicherung in unserer Beziehung und im Umgang mit unseren beiden Kindern. Wir versuchen, die Direktheit und Offenheit in unseren Alltag einzubauen, so wie wir es von Nuscha und ihrem Partner vorgelebt bekommen. Dies ist für mich das Zeichen von authentischem Schamanismus, weil hier Familienleben und Unterricht nicht getrennt werden. Die tägliche Innenschau (Kriya-Yoga) fördert das Eigenstudium sehr. Verbunden mit den Arbeiten im Centro Cristallo deckt es einem allmählich die eigenen Schattenseiten auf und fördert eine natürliche und respektvolle Haltung zum Mitmenschen, den Tieren, Pflanzen, zur Natur und unserem allumfassenden Schöpfer. Mit dem Herauskristallisieren der eigenen Schwierigkeiten, aber auch Begabungen, findet man zum persönlichen Sinn seines Lebens. Es erfüllt mit grosser Freude, wenn man entdecken darf, dass Probleme lösbar werden und die nächste Hürde im Leben mit neuem Mut in Angriff genommen werden kann. So entwickelt jeder Suchende, der an sich arbeitet, sein Gebiet in der Gesellschaft, wo er tätig sein kann. Echter Schamanismus arbeitet zum Wohle der Menschen und der Erde; nie um sich mit aussergewöhnlichen Erlebnissen hervorzuheben. Schamanisches Arbeiten, wie wir es bei Nuscha lernen dürfen, hat nichts mit dem im Moment so „boomenden“ Schamanismus zu tun, wo jeder schnell eine Schwitzhütte hier und einen Sonnentanz dort konsumieren kann und welcher ein falsches Bild vom schamanischen Arbeiten in der Bevölkerung entstehen lässt.
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