Prisca's Erfahrungsbericht

1988 erkrankte ich an der seltenen Autoimmunerkrankung Goodpasture-Syndrom. Diese galt bis anhin als unheilbar. Das Immunsystem wendet bei dieser Krankheit sein ganze Kraft gegen die körpereigenen Organe. Lungen- und Nierenversagen, drei Wochen Koma und monatelange, lebensgefährdende „Nebenerkrankungen“ folgten. Durch immer wiederkehrende Epileptische Grandmal-Anfälle, unter schweren Medikamenten und zwei dadurch entstandenen Magengeschwüren, verbesserte sich mein Zustand gar nicht. Man erhielt meinen Körper am Leben, mehr konnten sie nicht tun. Die Diagnose wurde mir viel später offenbart und die Hämodialyse wurde unausweichlich.

Mit 22 Jahren überkam mich zum ersten Mal im Leben die nackte Angst. Die Realität des Sterbens, die Schmerzen, die Hilflosigkeit meiner tapferen Mutter und das Erkennen, dass die Ärzte an ihre Grenzen stiessen. Irgendwie wusste ich, dass mich hier niemand wirklich begleiten kann. Und dennoch; mein Leben wollte und musste ich ändern. Ich werde den einzigen Schwur meines Lebens nicht vergessen, welchen ich an einem Herbstmorgen auf der Neurologischen Abteilung des Universitätsspital Zürich zu mir selber sagte: „Wenn ich dieses Spital jemals wieder verlasse, dann werde ich mein ganzes Leben ändern.“

Die Veränderung begann ein halbes Jahr nach meiner Entlassung, als ich zur Umschulung in Zürich eine Ausbildung zur Sachbearbeiterin machte, weil ich meine alte Arbeit nicht mehr tun konnte. Dort verlief „es“ wie an einem unsichtbaren, feinen Faden, der mich, meinem Wunsche entsprechend, zu meiner Medizin führte. Ich zog zuhause aus und lebte erstmals ausserhalb der (Arm-)Reichweite meiner Mutter. Ich offenbarte in der wohl schwierigsten Zeit, dass ich den in mich projizierten Erwartungen nicht entsprechen werde. Ein erster Schritt von vielen, die folgten und noch folgen sollten. In mir rief es nach innerer Ruhe und nach Vertrauen. Ich missverstand damals die wahre Bedeutung und dachte an Suizid. Nur Dank einer starken inneren Kraft geschah dies nicht. Im April 1990 wurde mir eine Spenderniere implantiert. Der Kampf hielt an.

Durch eine wunderbare Begegnung mit einem Aikidolehrer der Alten Schule in Oerlikon begann mir mein Leben am Horizont zuzuwinken. Es waren wenige Monate, in denen ich etwas Grundlegendes lernte. Durch den Lehrer erahnte ich, welche Möglichkeiten dem menschlichen Geist gegeben sind, um Einfluss auf den Körper zu nehmen. Es wurde zu keiner „technischen Schule“ des Aikido, nein, es begann in der Haltung des Aikido. Meister T. N. verstarb am 13. September 1990.

In dieser Zeit begegnete ich auch meiner ersten grossen Liebe, die viele Jahre anhalten durfte. Durch diese Bekanntschaft begegnete ich Nuscha das erste Mal.

Kriya-Yoga

Nuscha leitete schon damals in Zürich regelmässig Kriya-Yoga-Meditationen an. Ich erinnere mich noch sehr genau: Die vielen verschiedenen Menschen in diesem grossen Raum, und da vorne, da stand einfach eine Frau, der ich auf Anhieb vertraute und bei der ich mich „guet bhüetet“ fand. Nach der ersten Meditation wusste ich, dass ist das, was ich brauche und will. Da ist eine Wahrheit, eine Offenheit, die in mir zu Tage tritt. Und da ist dieses Licht, welches ich mit Liebe bezeichne. Hier werden alle dunklen Seiten in mir sanft, und Schritt für Schritt beleuchtet mit dieser Liebe, auf eine Weise, dass sie mit der Zeit ihren Schrecken verlieren und ich ihre wahre Bedeutung spüren kann. Im Kriya-Yoga fand ich den Ort, wo innere Ruhe und Vertrauen jederzeit präsent werden.

Battito-Arbeit

Nuscha führte zu dieser Zeit auch eine Trommelgruppe in Zürich. Da ich immer schon gerne getrommelt „hätte“(!), besuchte ich gespannt dieses Treffen, und siehe, wieder dieses ursprüngliche, mütterliche Wohlbehagen. Die Trommelarbeit ergriff mein Herz und meine tiefsten Gefühle. Hier kam etwas mir entgegen, was tiefen Frieden in mir auslöste und mich begann, mit mir und dieser Welt langsam aber stetig zu versöhnen.

Und diese Lebenskraft aus den vier Elementen! „Bittet, und Euch wird gegeben“ hat seither eine ganz eigene Bedeutung bekommen. Durch die Pflege und den Kontakt mit den vier Elementen, den Wesenheiten des Medizinrades; im Battito, dem Pulschlag des Herzens, kann ich auf ganz persönliche Art mich bedanken und um Unterstützung bitten. Ich kann mein ganzes Wesen hineingeben und es wird angenommen. Eine ungeheure Erfahrung für mich.

Bei allen gesundheitlichen Situationen begleiteten mich diese Techniken wie treue Freunde. Sobald ich meinen gewählten Weg jedoch zu vernachlässigen begann, spürte ich dies zuerst über meinen Körper. Es brauchte dann enorm viel mehr Kraft, um nur einigermassen zurecht zu kommen, im Unterschied dazu, wenn ich mit Kriya-Yoga und Trommel durch die Krise ging. Es begannen dann auch die ersten, medizinisch unerklärlichen, gesundheitlichen Erfolge. Ich weiss nicht mehr wie viele Male man (die Herren Ärzte) die Schultern hoben.

Healing

Während der Zeit, als ich erkannte, dass mir Kriya-Yoga und die Battito-Arbeit enorm wichtig geworden waren, ging ich zusätzlich bei Nuscha ins Kristall-Healing. Es ist für mich seit Jahren das direkteste und wirksamste Heilverfahren bei meiner Erkrankung. Die Kraft durchdringt mich bis in die tiefsten Schichten, sie heilt mich durch und durch. Die Erkrankung nehme ich als Teil meinerseits an und lebe mit ihr. Das Healing ist die wohltuende Begleitung, die mich mit meinem Körper und all den zusammenhängenden Prozessen im Positiven verschmelzt. Jede Zelle möchte ja von Natur aus Heil sein und werden. Mit dieser hochkonzentrierten Arbeit und dieser wunderbaren Art, Menschen zu behandeln, können sich die Zellen an ihre Ganzheit erinnern. Und wie ich weiss, den konzentrierten Gedanken folgen Ereignisse, die mir täglich mein Leben verlängern, mich zu einem sehr zufriedenen Menschen machen und mir sogar eine Vision erfüllten.

Fazit

Seit meiner Erkrankung im Jahre 1988 und heute sind 14 Jahre vergangen. 14 Jahre, die ich nicht gehabt hätte, wenn ich nicht meinen Weg gegangen wäre. Auf diesem Weg bin ich Menschen begegnet, welche allesamt mitgeholfen haben, dass ich heute hier sitzen kann, um das eigentlich unbeschreibbare auf Papier zu bringen. Es sind so viele medizinische „Wunder“ geschehen, und es sind noch viel mehr ganz persönliche „Wunder“ geschehen.

In Grosser Dankbarkeit

 

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